Ich kenne beide Seiten:
Den fachlichen Blick aus vielen Jahren pädagogischer Arbeit – und das echte, manchmal chaotische Familienleben.
Als ich 2010 selbst zum ersten Mal Mama wurde, hat sich mein Blick noch einmal grundlegend verändert. Nicht, weil ich vorher nichts wusste. Sondern weil Kinder uns nicht nur fachlich, sondern menschlich herausfordern.
Plötzlich waren sie da, diese Momente:
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Situationen, in denen ich anders reagieren wollte – und es trotzdem nicht tat.
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Sätze, die mir über die Lippen kamen, obwohl sie sich nicht stimmig anfühlten.
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Die ehrliche Frage: Warum passiert mir das, obwohl ich es doch „besser weiß“? Und leise Zweifel: Mache ich es richtig? Bin ich eine gute Mutter?
Dieser innere Widerspruch fühlte sich für mich manchmal wie ein persönliches Scheitern an.
Heute weiß ich: Er ist kein Zeichen von Versagen.
Er ist menschlich.
Und genau hier beginnt meine Arbeit.